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Gestern konnte ich die Großbaustelle für die Erschließung von neuen Streckenabschnitten für den Nah- und Fremdenverkehr im Chiemgau besichtigen. Hierfür werden umgerechnet viele km Gleise verlegt. Alte Lokomotiven werden mit modernster Digitaltechnik aufgerüstet, so dass jeder Zug individuell angesteuert werden kann, wie mir in einem Gespräch der leitende Ingenieur, Herr Karlheinz Stadelmann, mitteilte. Die großen Höhenunterschiede werden mit ungewöhnlichen Streckenführungen (Turm) überwunden, wodurch auch der weit verbreitet erste Vitrinen Bahnhof entstehen konnte. Die Streckenführung mit Brücken und vielen Tunnels ist sehr variabel, so dass die Passagiere ihre Freude daran haben werden. Für deren Komfort wird unter anderem folgendermaßen gesorgt: Die Gleisvibrationen werden mit Spezialgummi abgefedert und in den Kurven haben die Gleise eine Seitenneigung zur Kurvenmitte, um schnellere Geschwindigkeiten zu erzielen und eine höhere Sicherheit für die Passagiere gewährleisten zu können. In der computergesteuerten Schaltzentrale kann per Meldung von Lichtschranken die Position jedes Zuges lokalisiert werden. Die Verdrahtung der elektrischen Stellwerke und der Meldeblöcke erfolgt unterirdisch, so dass die schöne Landschaft des Chiemgaus erhalten bleibt.

Noch befindet sich das bisherige Erschließungsgebiet im Bau, da meldet die Eisenbahngesellschaft schon eine Erweiterung der Streckenabschnitte im gesamten Großraum "Wohnzimmer".

Fotos und Text: Thomas Steglich am 08.03.2001

Die Aufnahmen wurden alle mit einer Pentax KX teilweise auf Stativ mit folgenden Optitken fotografiert: 1,4/50mm, 2,8/28mm, 2,0/135mm, 2,5/90mm Makro, Auto Makro Converter. Der Film war ein Kodak TMax 400. Die Negative sind mit einem Diascanner digitalisiert worden. Als Lichtquelle setzte ich neben der Raumbeleuchtung (Neonlampe) einen kleinen Scheinwerfer von Dedolight ein, um den Baustellencharakter hervorzuheben.

 

 

 

 

 

 

                                                                    

 

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